Die Schutzklassen bei Sicherheitsschuhen

S1, S2, S3 – SP1 bei Sicherheitsschuhen - was bedeutet das?

von Medienkraft Administrator

„These boots are made for working“

Arbeits- oder Sicherheitsschuhe werden grundsätzlich in 3 Kategorien eingeteilt – S1,S2 und S3.

Gleich wie im Freizeitbereich ist es auch im Job wichtig den richtigen Schuh zu tragen.

Du trägst bestimmt im Winter, wenn es kalt ist und schneit Sandalen, oder? Gleich sollte es bei der Arbeit sein, deine Füße stecken meist 4-5 Tage die Woche in
Arbeitsschuhen, die sollten nach Möglichkeit bequem sein – vor allem aber sollten sie deine Füße optimal schützen!

Wir helfen dir deinen passenden, auf deine Arbeit zugeschnittenen Schuh zu finden! Warum ist die Wahl der richtigen Schutzklasse so wichtig?
Je nachdem wo man arbeitet bzw. wie der Arbeitsplatz beschaffen ist, stellt er seine eigenen Ansprüche an das Schuhwerk.
Verwendest du keine oder falsche Sicherheitsschuhe kann es richtig gefährlich werden und du kannst dich schwer verletzen!

Ein Beispiel: Wenn auf deinem Arbeitsplatz häufig Nägel auf dem Boden herumliegen, kann das mit den falschen Schuhen ganz schön ins Auge gehen. Bei
herkömmlichen Schuhen ist die Sohle nicht auf diese Anforderungen ausgerichtet – der Nagel bohrt sich im Null-Komma-Nix durch die Sohle und steckt auch schon in deinem Fuß.

Um solche Verletzungen zu vermeiden und optimal geschützt zu sein gibt es bei Sicherheitsschuhen Einlagen aus Stahl oder Kunststoff, die sich unsichtbar zwischen dem Fußbett und der Sohle befinden. Diese kann der Nagel nicht durchstoßen und du bist optimal geschützt.

Folgende Schutzklassen gibt es bei Sicherheitsschuhen (EN ISO 20345:2011) S 1 – Schutzklasse 1

  • Müssen die Mindestanforderungen erfüllen
  • Das Obermaterial und Futter muss abrieb- und reißfest, sowie wasserdampfdurchlässig sein
  • Antistatische Sohle (d. h. die Elektrizität kann den Körper verlassen und so bist du vor kleineren Stromstößen geschützt)
  • Sohle muss resistent gegen Öl und Benzin sein
  • Stabiler Rundumschutz durch geschlossene Ferse (auch Sandalen, die hinten geschlossen sind)
  • Zehenschutzkappe aus Stahl, Aluminium, Kunststoff oder Carbon (Druck mind 15kN und mind. 200 Joule Stoß – übersetzt heißt das: sie halten ein Gewicht von 20 kg bei einer Fallhöhe von einem Meter aus, bei einer Fallhöhe gleich Null ist die Kappe bis ca. 1500 kg belastbar)

Achtung Wichtig: wir die Schutzkappe beschädigt, erfüllt sie möglicherweise nicht mehr ihre Funktion – die Schuhe sollten unbedingt getauscht werden!

Einsatzbereiche S1: Großküchen, Bäckereien, Malerbetriebe

S1P

Der Zusatz „P“ steht für „penetration proof“ – also durchtrittsicher.
Der S1P-Schuh bietet neben den Eigenschaften von S1 zudem eine durchtrittsichere Zwischensohle aus Edelstahl oder Kunststoff.

Einsatzbereich S1P:
Werkstatt, Tischler – Schreiner, Trockenbau – oder andere Jobs die in Innenräumen ausgeübt werden

S2 – Schutzklasse 2

  • Erfüllt alle S1-Kriterien und
  • Bietet zusätzlichen Schutz vor Nässe (Schuhobermaterial muss wasserabweisend sein- mindestens 1 Stunde)

Einsatzbereich S2: Lager, Logistik, Kfz-Werkstatt

S3 – Schutzklasse 3

  • Erfüllt alle S-2- und S1P-Kriterien, ist zudem
  • Wasserdicht
  • Rutschfest (stärkeres Profil)

Einsatzbereich S3: Hoch- und Tiefbau, Abbruch- und Entsorgungsunternehmen

S4 – Schutzklasse 4

  • Sind Gummistiefel

S5 – Schutzklasse 5

  • Sind Gummistiefel mit durchtrittsicherer Sohle

Zusammenfassend nochmal ein kurzer Überblick:

  • S1: Zehenschutzkappe
  • S1P: Zehenschutzkappe + Durchtrittschutz
  • S2: Zehenschutzkappe + wasserdicht
  • S3: Zehenschutzkappe + wasserdicht + Durchtrittschutz + Profilsohle
  • S4: Gummistiefel
  • S5: Gummistiefel + Durchtrittschutz

Woher weiß ich welche Schutzausrüstung ich benötige?

Laut Arbeitsschutzgesetz muss der Arbeitgeber die richtige Ausrüstung für seine MitarbeiterInnen herausfinden. Um vor möglichen Gefahren am Arbeitsplatz geschützt zu sein, muss der Arbeitgeber entsprechende Arbeitskleidung z.B. Sicherheitsschuhe, zur Verfügung stellen und der Mitarbeiter muss diese bei der Arbeit auch tragen (Haftung im Falle eines Unfalls).

Mögliche Verletzungen wie Fuß- oder Beinverletzungen, die durch Stoßen, Einklemmen, herab- oder umfallende Gegenstände, Hineintreten in spitze Gegenstände, ätzende oder heiße Flüssigkeiten verursacht werden, können durch die richtige Wahl des Schuhes vermieden werden!

So findest du einfach und schnell deinen passenden Schuh – mit 3 Fragen:

1. Arbeite ich draußen oder drinnen?

Wer hauptsächlich im Außenbereich tätig ist, sollte sich für S2 oder S3 entscheiden, da hier ein zusätzlicher Schutz vor Nässe gegeben ist. Für alle die im Gebäude arbeiten ist S1 oder S1P die richtige Wahl.

2. Ist ein Nässeschutz notwendig?

Ist man den Launen der Natur, mit Wind und Wetter ausgesetzt, sollte die Entscheidung auf S2 oder S3 fallen (z. B. Gartenbau, Landschaftspflege)

3. Wie ist der Boden in meinem Arbeitsbereich?

Ist der Boden sauber und frei von potentiell gefährlichen Gegenständen von Scherben, Nägeln oder anderen spitzen Gegenständen oder nicht? Ist dies nicht der Fall solltest du dich auf jeden Fall für ein Modell mit Durchtrittschutz, S1P oder S3 entscheiden.


Wo finde ich die Schutzklassen-Bezeichnung?

Meist findest du die Schutzklasse am Etikett des Schuhkartons (z. B. EN ISO 20345:2011 – S1P)

Auf der Rückseite der Schuhlasche befindet sich ein eingenähtes Etikett mit der Schutzklasse (z. B. EN ISO 20345:2011 – S1P)

Häufig werden die Sicherheitsschuhen zusätzlich noch andere Bezeichnungen/Abkürzungen angegeben – was bedeuten diese?

  • P: durchtrittsicher
  • C: elektrisch leitfähige Schuhe
  • A: antistatisch
  • FO: kraftstoffbeständig
  • HI: Wärmeisolierung
  • CI: Kälteisolierung
  • E: Energieaufnahmevermögen im Fersenbereich
  • WR: Wasserdichte Schuhe
  • M: Mittelfußschutz
  • AN: Knöchelschutz
  • WRU: wasserabweisendes Schuhoberteil/Obermaterial
  • CR: Schnittfestigkeit des Obermaterials
  • HRO: Hitzeschutz bis 300° C
  • SRC: Rutschfestigkeit der Sohle (aufsteigend A, B, C)
  • Form B: Knöchelhohe/mittelhohe Schuhe


Fehler bei der Auswahl / Diesen Fehler solltest Du bei der Auswahl deiner Arbeits- bzw. Sicherheitsschuhe unbedingt vermeiden:

Geh nicht nur rein nach der Optik! Finde als erstes heraus, welche Schutzklasse für deine Arbeit benötigt wird und beginne erst dann konkret mit der Suche.

Safety first – lautet hier die Devise! Du sollst in deinem Arbeitsschuhen optimal geschützt sein, sie sollten zudem bequem sein, damit du dich in deinen Schuhen auch wirklich wohlfühlst. Die Optik sollte in diesem Falle an zweiter Stelle stehen – Schau dir unsere Auswahl an – du wirst überrascht sein, dass es auch optisch ansprechende Sicherheitsschuhe gibt!

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